European Launcher Challenge der ESA: Isar Aerospace und Rocket Factory Augsburg erhalten Verträge

Lars Hoffmann

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Die Europäische Weltraumorganisation (European Space Agency; ESA) hat mit den beiden deutschen Raumfahrtunternehmen Isar Aerospace und Rocket Factory Augsburg (RFA) im Rahmen der „European Launcher Challenge“ (ELC) die ersten Verträge unterzeichnet. Wie Isar Aerospace schreibt, hat der mit der ESA geschlossene Vertrag ein Volumen von rund 200 Millionen Euro. Mit diesen Mitteln will das Unternehmen die Entwicklung der nächsten Generation von Trägerraketen und den Ausbau von Test- und Startinfrastruktur beschleunigen, um die Startfrequenz zu erhöhen. Nach Angaben der ESA werden die 197,8 Millionen Euro für Isar Aerospace im Wesentlichen von Deutschland unter Beteiligung von Österreich und Norwegen finanziert.

RFA bezeichnet den Vertragsschluss als „wichtigen Meilenstein“ auf dem Weg zu einer wettbewerbsfähigen und souveränen europäischen Trägerraketenkapazität. Das Unternehmen will mit seiner Trägerrakete RFA ONE dazu beitragen, die nächste Generation des europäischen Ökosystems für kleine und mittelgroße Trägerraketen mitzugestalten. Nach Angaben der ESA umfasst der Vertrag mit RFA ein Volumen von 186,9 Millionen Euro und wird in erster Linie von Deutschland finanziert, mit einem Beitrag von Großbritannien.

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Die European Launcher Challenge ist ein Programm der ESA, mit dem Europa eine neue Generation kommerzieller Raketenanbieter aufbauen will. In der Endausscheidung des Programms befinden sich neben den beiden deutschen Start-ups noch die spanische PLD Space sowie MaiaSpace aus Frankreich. Die Teilnehmer sollen noch vor dem Jahr 2028 mit einem Orbital-Start ihre Fähigkeiten nachweisen.

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Die ESA hat auch einen Vertrag mit PLD Space unterzeichnet, dessen Wert mit 169 Millionen Euro angegeben wird. Die Finanzierung erfolgt der Weltraumagentur zufolge durch Spanien mit einer Beteiligung aus Deutschland. Das Vergabeverfahren mit MaiaSpace stehe dagegen kurz vor dem Abschluss und werde voraussichtlich in den kommenden Wochen abgeschlossen, schreibt die ESA.

„Dieser Meilenstein bildet den Auftakt zur European Launcher Challenge, die den Wettbewerb unter europäischen Startdienstanbietern fördern soll“, sagt Géraldine Naja, Direktorin für Raumtransport bei der ESA, einer Mitteilung der Agentur zufolge. „Mit dieser Finanzierung unterstützt die ESA den Aufbau europäischer Raumfahrtkapazitäten, trägt zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas bei und erweitert das Angebot an Startdienstleistungen für institutionelle und kommerzielle Kunden.“

Lars Hoffmann