Ranger und Raider – GABLER und FLANQ entwickeln u-bootgestützte Aufklärungs- und Strike-Überwasserdrohnen

Waldemar Geiger

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Mit dem Demonstrator „Ranger“ entwickeln die beiden deutschen Unternehmen GABLER und FLANQ ein aus dem Torpedorohr startendes, unbemanntes Überwasserfahrzeug (TTL USV). Jüngst wurde mit dem erfolgreichen Abschluss des Überwasserteils des Sea Acceptance Tests (SAT) ein wichtiger Meilenstein erreicht. Wie GABLER in einer Mitteilung schreibt, wurde damit die Einsatzfähigkeit des Systems im Überwasserbetrieb nachgewiesen.

Der Mitteilung zufolge wird das Ranger TTL USV aus einem standardisierten 21-Zoll-Torpedorohr eines U-Boots gestartet. Nach dem Aussetzen taucht das System selbstständig auf, um anschließend verdeckte Aufklärungs-, Überwachungs- und Erkundungsmissionen durchzuführen. Herstellerangaben zufolge verfügt die 4,5 Meter lange Plattform über einen klappbaren Kiel und Sensormast, einen elektrischen Antrieb sowie einen modularen, missionsspezifisch konfigurierbaren Nutzlastraum. Wie GABLER zudem schreibt, ist auch eine Variante mit der Bezeichnung „Raider“ für den Einsatz als One-Way-Attack-System (OWA) vorgesehen.

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„Das Demonstrationsfahrzeug mit dem Namen Ranger vereint GABLERs jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung missionskritischer U-Boot-Komponenten mit der Expertise von FLANQ in den Bereichen autonome maritime Systeme, Missionssoftware, KI-gestützte Autonomie und offene Systemarchitekturen“, schreibt das Unternehmen. Weiterhin weist GABLER darauf hin, dass man für die Markteinführung des Systems, die Lieferung an Marinekunden sowie die Integration in die jeweiligen Trägerplattformen verantwortlich ist.

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Der Sea Acceptance Test wurde im Juni durchgeführt und soll der Mitteilung zufolge die erfolgreiche Integration und das Zusammenspiel der wesentlichen Systemkomponenten bestätigen.

„Der erfolgreiche Abschluss der SAT markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Entwicklung unseres TTL-USV-Programms. Die Tests bestätigten die Reife des Fahrzeugs in dieser Entwicklungsphase und zeigten gleichzeitig die hervorragenden Fortschritte, die das gemeinsame Team erzielt hat“, wird Felix David, TTL-USV-Projektleiter bei GABLER, in einer Mitteilung des Unternehmens zitiert.

GABLER sieht autonome maritime Systeme wie den Ranger und Raider als Eckpfeiler künftiger hybrider Marineoperationen. Die Möglichkeit, unbemannte, entbehrliche Systeme von hochmodernen Plattformen wie U-Booten und Schiffen aus rasch einzusetzen, erweitert die operative Flexibilität erheblich, verringert das Risiko für das Personal und ermöglicht völlig neue Einsatzkonzepte für Aufklärung, Überwachung, Truppenschutz und andere Anwendungen im Bereich der maritimen Verteidigung, heißt es von Seiten des Unternehmens.

Waldemar Geiger