Strike-Drohnen: Helsing will HX-2 in den USA fertigen

Waldemar Geiger

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Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Verteidigungsunternehmen Helsing hat angekündigt, Strike-Drohnen des Typs HX-2 in den USA fertigen zu wollen, und dazu den Aufbau eines Produktionsstandortes im US-Bundesstaat West Virginia bekanntgegeben. Wie aus einer heute veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, wird die neue Anlage Teil von Helsings globalem Netzwerk an „Resilience Factories“ und soll die HX-2 produzieren.

Bei der HX-2 handelt es sich um eine KI-gestützte Strike-Drohne. Varianten des Wirkmittels wurden an die Ukraine geliefert, die dort nachweislich zur erfolgreichen Bekämpfung von feindlichen Zielen zum Einsatz gekommen sind. Auch die Bundeswehr hat eine Variante der HX-2 als eines von drei Loitering-Munition-Systemen mittlerer Reichweite beschafft. Die Systeme befinden sich aktuell in der Einsatzerprobung.

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Zudem hat die U.S. Army die HX-2 im Rahmen der Drohnenabwehrübung „Project Flytrap“ in Litauen getestet, hartpunkt berichtete. Dabei soll die Strike-Drohne US-Medienberichten zufolge durchaus Eindruck bei den Vertretern der US-Streitkräfte hinterlassen haben. Beobachter halten es daher für wahrscheinlich, dass die Bekanntgabe eines US-Produktionsstandortes der HX-2 als Vorbote für eine mögliche Beschaffungsabsicht der Strike Drohne durch die US-Streitkräfte angesehen werden kann. Die Produktion im Land gilt als eine der Voraussetzungen für die Beschaffung von Waffensystemen und Munition durch die US-Streitkräfte. Grund dafür ist die Sicherstellung der Lieferfähigkeit.

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„Wenn der Standort in West Virginia vollständig in Betrieb ist, können dort mehr als 2.000 HX-2-Drohnen pro Monat produziert werden – mit der Möglichkeit, die Kapazität bedarfsgerecht weiter auszubauen“, schreibt Helsing diesbezüglich in der heutigen Mitteilung.

Die HX-2 wird vom Hersteller als softwaredefinierte und massenproduzierbare Strike-Drohne beschrieben. Das elektronisch angetriebene X-Wing-Präzisionswirkmittel weist Helsing zufolge eine Reichweite von bis zu 100 km auf. Integrierte Künstliche Intelligenz soll zudem sicherstellen, „dass die HX-2 gegen feindliche Maßnahmen der elektronischen Kriegsführung (EW) immun ist, durch die Fähigkeit Ziele wieder zu identifizieren und zu bekämpfen – selbst ohne GNSS-Signal oder kontinuierliche Datenverbindung“, schreibt das Unternehmen auf seiner Webseite. Das Gewicht der Strike-Drohne wird mit 12 kg und die maximale Geschwindigkeit mit 220 km/h angegeben.

Waldemar Geiger