TKMS will mit Isar Aerospace Startinfrastruktur für Kanadas Raumfahrtkapazitäten schaffen

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Der deutsche Marineschiffbauer TKMS und das Trägerraketen-Start-up Isar Aerospace haben sich auf ein industrielles Kooperationsprojekt zum Aufbau einer eigenständigen kanadischen Raumfahrtkapazität geeinigt. Wie TKMS in einer Mitteilung schreibt, konzentriert sich die Zusammenarbeit auf die Beseitigung eines der größten Engpässe für weltraumgestützte Fähigkeiten: die Startkapazität.

Basierend auf dem Ansatz von Isar Aerospace, skalierbare Startmöglichkeiten für kleine und mittlere Satelliten sowie Satellitenkonstellationen anzubieten, sei die Kooperation als wesentlicher Beitrag zum Angebot von TKMS für das Canadian Patrol Submarine Project (CPSP) positioniert. Darüber hinaus liege der Schwerpunkt auf der Entwicklung einer sicheren Weltraumstartinfrastruktur, die gleichzeitig die Integration in das nationale Weltraum-Ökosystem ermögliche.

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Der Mitteilung zufolge wird Isar Aerospace eine lokale Gesellschaft in Kanada gründen, die mit kanadischen kleinen und mittleren Unternehmen zusammenarbeiten soll, um eine eigenständige kanadische Satellitenstartkapazität aufzubauen. Dies werde nachhaltige, hochqualifizierte Arbeitsplätze in Nova Scotia schaffen und das regionale Wirtschaftswachstum ankurbeln. Nova Scotia ist eine kanadische Provinz im Osten des Landes, die vom Atlantik umgeben ist.

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„TKMS und Isar Aerospace tätigen gemeinsam eine bedeutende Investition in den Bau eines kanadischen Weltraumstartkomplexes, der angesichts des erheblichen Marktwachstums für künftige Weltraumstarts das Potenzial hat, eine Wertschöpfung von mehr als 10 Milliarden kanadischer Dollar im Inland zu generieren. Der gesamtwirtschaftliche und strategische Wert dieses Projekts wird durch zusätzliche politische Unterstützung der deutschen Bundesregierung unterstrichen“, sagt Thomas Keupp, Chief Sales Officer bei TKMS, laut Mitteilung. Der Schiffbaukonzern strebt den Angaben zufolge durch die Zusammenarbeit die Weiterentwicklung der eigenen Kompetenzen im Bereich der Multi-Domain-Operationen „Seabed to Space“ an.

Die Kooperation solle als Leuchtturmprojekt innerhalb des kanadischen Weltraum-Ökosystems die reaktionsfähige Startbereitschaft der NATO bis Ende 2028/Anfang 2029 unterstützen. Der erste erfolgreiche Start der Trägerrakete Spectrum von Isar Aerospace in den Weltraum steht allerdings noch aus.
lah