Deutschland hat heute ein Kooperationsabkommen mit der Ukraine unterzeichnet, um der Auterion Airlogix Joint Venture GmbH die Umsetzung ihres ersten Produktionsauftrags für Tausende von schweren, KI-gesteuerten autonomen Angriffsdrohnen mittlerer Reichweite zu ermöglichen. Der Vertrag umfasse in Deutschland hergestellte unbemannte Flugsysteme mittlerer Reichweite mit X- und Deltaflügeln für die Streitkräfte der Ukraine, schreibt Auterion in einer Mitteilung.
Die Auterion Airlogix Joint Venture GmbH wurde im Februar auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz mit Unterstützung beider Regierungen gegründet. Airlogix steuert UAV-Plattformen bei, während Auterion seine Software, unter anderem für Betrieb, Navigation und Schwarmkoordination einbringt. Die Produktion erfolgt den Angaben zufolge vollständig in Deutschland unter ukrainischen Exportgenehmigungen.
Der Vertrag setze das, was auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar angekündigt wurde, in eine Produktion im industriellen Maßstab mit Tausenden von Systemen pro Jahr aus deutschen Fertigungslinien um, heißt es in der Mitteilung.
Die Systeme erfüllen demnach die deutschen Beschaffungsstandards für Munition. Für die Ukraine bedeute die Verinbarung eine zuverlässige Herstellung von autonomen Angriffssystemen in Europa, koordiniert durch das deutsche Bundesministerium der Verteidigung.
Die Bundeswehr erhalte so autonome Angriffssysteme, die sich vom ersten Tag an in die NATO-Kommandoarchitekturen integrieren lassen. Die Produktionslinie sei offen für eine Ausweitung über Deutschland hinaus, schreibt Auterion. Aufgrund der Massenproduktion werde die schnelle Senkung der Stückkosten erwartet.
Nach Aussage von Lorenz Meier, CEO von Auterion, beweist der Vertrag, dass Europa in großem Maßstab handeln kann. Vitalii Kolesnichenko, CEO von Airlogix, wird mit der Aussage zitiert: „Unsere Ingenieure haben diese Systeme unter Beschuss entwickelt. Jetzt produziert die deutsche Industrie sie in einem Umfang, der die Lage auf dem Schlachtfeld grundlegend verändert. Jede Einheit, die hier vom Band läuft, trägt jahrelange Erfahrungen aus dem realen Kampfeinsatz in sich.“
Die obige Meldung wurde korrigiert. In der ursprünglichen Fassung hieß es fälschlicherweise, dass das Joint Venture auch Drohnen an die Bundeswehr liefern werde. Ein solcher Vertrag wurde jedoch nicht geschlossen.
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