LEAP – fünf europäische Staaten starten Initiative zur Drohnenabwehr

Lars Hoffmann

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Die fünf europäischen Staaten Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und Polen wollen ihren Luftraum besser schützen und haben dazu heute beim Treffen ihrer Verteidigungsminister die Initiative „Low-Cost Effectors & Autonomous Platforms” (LEAP) ins Leben gerufen.

Wie das britische Verteidigungsministerium in einer Mitteilung schreibt, sollen im Rahmen von LEAP kostengünstige Flugabwehrsysteme – wie autonome Drohnen oder Flugkörper – vor allem entwickelt werden. Das erste Projekt dazu solle bis 2027 fertiggestellt sein.  

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Wie Verteidigungsminister Boris Pistorius heute am Rande des Treffens sagte, geht die LEAP-Initiative auf Großbritannien zurück. Seinen Worten zufolge sollen innovative Systeme zur Verteidigung vor allem gegen Drohnen schnell entwickelt und günstig in großer Zahl produziert werden. Man wolle die besten Unternehmen in den Ländern gewinnen, sich an dem Vorhaben zu beteiligen, so der Minister.

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Wie das britische Verteidigungsministerium schreibt, wird der erste Schwerpunkt auf einer neuen Boden-Luft-Waffe liegen – einer leichten, kostengünstigen Waffe, die zur Abwehr von Drohnen und Flugkörpern entwickelt werden soll.

Anstelle langwieriger Entwicklungszyklen und inspiriert von den Innovationen der Ukraine auf dem Gefechtsfeld werde das Programm Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit in den Vordergrund stellen. Laut Mitteilung wird LEAP dazu Vorschläge von großen Rüstungsunternehmen sowie kleinen und mittleren Unternehmen einholen.

Die Initiative komme zu einem Zeitpunkt, an dem Großbritannien die Zusammenarbeit mit europäischen Verbündeten bei der Entwicklung neuer Präzisions- und Hyperschallwaffen mit großer Reichweite ausbaue und die Ausgaben für Projekte in diesem Geschäftsjahr 400 Millionen Pfund übersteigen, schreibt das Ministerium. Minister Pistorius betonte, dass die fünf Länder – die Group of 5 – weiter an der Seite der Ukraine stehen. Allein Deutschland werde in diesem Jahr 11,5 Milliarden Euro für die direkte militärische der Ukraine bereitstellen.

Lars Hoffmann