Auterion demonstriert Einsatz eines herstellerübergreifenden Drohnenschwarms

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Der Verteidigungs-Softwarehersteller Auterion hat nach eigenen Angaben in einer Live-Demonstration eines hybriden Drohnenschwarms, bestehend aus FPV- und Starrflügeldrohnen verschiedener Hersteller, eine einheitliche und durchgängige Kill Chain realisiert. Die Demonstration für Behördenkunden in München sei die erste ihrer Art gewesen, bei der eine derart gemischte Formation als eine einzige koordinierte Einheit operierte, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Dies stelle einen entscheidenden Schritt in Richtung eines unbemannten Gefechtsfeldes dar, so Auterion.

Den Angaben zufolge nahmen an dem Test acht Kurzstrecken-FPV-Drohnen und zwei Mittelstrecken-Starrflügelplattformen teil, die über die „Schwarm-Engine“ von Auterion miteinander verbunden waren und von Operateuren gesteuert wurden. Der Schwarm führte nach Angaben von Auterion eine vollständige „Find-, Fix- und Finish-Sequenz“ durch, einschließlich eines koordinierten, bildgesteuerten Endanflugs und synchronisierter Treffer.

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Lorenz Meier, CEO und Gründer von Auterion, wird mit den Worten zitiert: „Dies ist der Moment, in dem die Schwarmautonomie aufhört, ein Konzept zu sein, und zur operativen Realität wird.“ Im Gegensatz zu herkömmlichen Drohnenoperationen, die auf manueller Steuerung beruhen, zeigte die Demonstration von Auterion dem Unternehmen zufolge einen kohärenten Schwarm, der auf einer gemeinsamen Logik über verschiedene Plattformen hinweg agierte.

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FPV-Drohnen führten demnach schnelle Einsätze in geringer Höhe durch, während Starrflügelsysteme ISR- und Langstreckenangriffe durchführten. Jede Drohne verstand laut Auterion die Mission, das festgelegte Ziel und den Zeitpunkt der Auswirkungen. Laut Meier ist diese Veränderung unerlässlich. „Die moderne Kill Chain ist einfach zu schnell für manuelle Koordination. Die Software muss die Hauptarbeit übernehmen, während Menschen die Entscheidungen treffen. So behält man die Kontrolle, ohne den Kampf zu verlangsamen.“

Der Mitteilung zufolge operierten bei der Demonstration erstmals unbemannte Systeme von drei verschiedenen Herstellern als ein einziger „Kampfschwarm“. Das Betriebssystem von Auterion ermöglichte demnach die vollständige Interoperabilität. „Interoperabilität ist kein Schlagwort mehr. Es ist eine Anforderung auf dem Schlachtfeld“, so Meier. Es gehe darum, einen fast gleichwertigen Gegner durch den Einsatz einer größeren Masse zu besiegen. Der hybride Schwarm wurde mit der „Nemyx-Engine“ von Auterion betrieben, die eine autonome Echtzeitkoordination ermöglichte.

„Wir beobachten, wie sich das Schlachtfeld von bemannten Plattformen mit unbemannter Unterstützung zu unbemannten Formationen unter menschlicher Führung entwickelt“, betonte Meier. Die heutige Demonstration zeige, was als Nächstes komme: Massenautonomie, die sich über Nationen und Hersteller hinweg skalieren lasse.
lah