Nach den Vorstellungen des Deutschen Heeres sollen Innovationen im Bereich unbemannter Systeme sollen künftig schneller, näher an der Truppe und deutlich wirksamer entstehen und praktisch umgesetzt werden. Wie es auf auf der Seite der Bundeswehr in einem Beitrag heißt, ist dazu die „Birds Group“ beim Kommando Heer, dem Stab des Inspekteurs, eingerichtet worden und soll Ideen aus den Verbänden mit den Innovationsakteuren der Bundeswehr verbinden.
Die Birds Group werde zur zentralen Anlaufstelle für unbemannte Systeme – darunter solche für Luft- und Landanwendungen-, technische Neuerungen und taktische Erprobung im Bereich der Landstreitkräfte, heißt es. Der „Blick von oben“, der die Übersicht auf ein breites Lagebild ermöglicht und Entscheidungsgrundlagen liefert, verleiht der Gruppe ihren Namenm, wie aus dem Beitrag hervorgeht. Wie ein Sprecher des Heeres auf Nachfrage von hartpunkt mitteilte, wird die neue Koordinationsstelle von einem Oberst i.G. geleitet, dem wenige Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Man verfolge einen ressourcensparenden Ansatz, so der Sprecher.
Die neue Struktur ist dem Heer zufolge ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu mehr Einsatzbereitschaft und technologischer Zukunftssicherheit. Die Aufgabe der Birds Group sei es, durch Vernetzung, Expertise und Offenheit für neue Lösungen die Innovationskultur der Bundeswehr zu stärken.
Mit der Birds Group werde ein Knotenpunkt auf höchster Führungsebene im Heer geschaffen, der Innovationen schneller identifizieren, bündeln, mit den anderen Akteuren außerhalb des Heeres abstimmen und in die Fläche bringen soll. Nach Aussage des Sprechers sollen mit dem neuen Ansatz auch Doppelarbeiten in der Truppe vermieden und so die Effizienz gesteigert werden.
Dem Beitrag zufolge soll später die gesamte Bundeswehr von der Tätigkeit der Birds Group profitieren, weil erfolgreiche Ansätze aus der Truppe schneller sichtbar werden und sich dann auf andere Bereiche übertragen lassen. Das Deutsche Heer stärke damit seine Rolle als Innovationstreiber und stelle die wichtigen Ideen und Anregungen, die es in der Truppe bereits gibt, unter eine einheitliche Führung.
Die Birds Group ersetze damit nicht die Verantwortung der Führung auf allen Ebenen sowie in der jeweiligen Fachlichkeit. Sie werde künftig durch ihren Führungsauftrag den Austausch mit zentralen Innovationsakteuren der Bundeswehr fördern und es erleichtern, neue Technologien, Verfahren und Ideen in kurzer Zeit einsatzreif zu machen.
Lars Hoffmann














