Kampfmittelräumung: Diehl Defence übernimmt die Tauber-Gruppe

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Das deutsche Rüstungsunternehmen Diehl Defence hat einen Kauf- und Abtretungsvertrag für die Übernahme der Tauber Unternehmensgruppe, einem führenden Spezialisten im Bereich der Kampfmittelräumung, unterzeichnet. Hierbei sei vorgesehen, dass die Tauber Unternehmensgruppe als hundertprozentige Tochtergesellschaft in den Diehl-Konzern integriert werde, schreibt Diehl in einer Mitteilung.  Die Übernahme steht den Angaben zufolge noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung.

Die Tauber-Gruppe, die derzeit mit fast 700 Mitarbeitern etwa 100 Millionen Euro Umsatz pro Jahr erwirtschaftet, bietet spezialisierte Dienstleistungen in den Bereichen Kampfmittelräumung, System- und Spezialtiefbau an, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Ihr Leistungsspektrum umfasse die geophysikalische Detektion, Bergung, Entschärfung und fachgerechte Entsorgung von Kampfmitteln sowie die Planung und Durchführung technisch anspruchsvoller Tiefbauprojekte, darunter Tunnel- und Rohrleitungsbau, Verbausysteme und ökologische Gewässerbehandlung. Strategische Partnerschaften ergänzen den Angaben zufolge das Angebot um Dienstleistungen in der Munitionsverwertung und -logistik.

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Das Produktportfolio von Tauber sei eine ideale Ergänzung für die Fähigkeiten und Kompetenzen von Diehl Defence, die sich vor allem auf Systeme für bodengebundene Luftverteidigung, Lenkflugkörper und Munition beziehen.

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Die Expertise der Tauber-Gruppe im Munitionsbereich ermögliche es Diehl Defence, umfassende Lösungen aus einer Hand anzubieten, die Kundenbedürfnisse im Bereich der Kampfmittelentsorgung als Vollsortimenter ganzheitlich zu bedienen und einen wichtigen Beitrag zur Verteidigungs- und Sicherheitspolitik zu leisten. Zudem stehen Diehl Defence mit Tauber zukünftig mehr Kapazität und Expertise für die Munitionslagerung zur Verfügung.

Tauber und Diehl Defence können auf eine erfolgreiche und enge Zusammenarbeit aufbauen. Beispielsweise werde derzeit unter dem Dach des gemeinsamen Joint Ventures „TD Services“ der Standort „Spreewerk Lübben“ gemeinsam entwickelt. Diehl hatte im August mitgeteilt, dass das paritätische Joint Venture „TD Services GmbH“ gegründet wurde, bei dem die industrielle Führung liege jedoch bei Tauber liegen sollte.
lah