Vector AI – U.S. Army beschafft Aufklärungsdrohnen von Quantum Systems

Waldemar Geiger

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Die U.S. Army hat die US-Tochter des deutschen Drohnenherstellers Quantum Systems im Rahmen des Vorhabens „Company-Level sUAS Directed Requirement (DR) 2“ mit der Lieferung von Aufklärungsdrohnen des Typs Vector AI im Wert von 15,3 Millionen US-Dollar beauftragt. Wie das Unternehmen in einer heute veröffentlichten Mitteilung schreibt, werden die Vector-AI-Drohnen die luftgestützte Aufklärungsfähigkeit der US-Kampfbrigaden im mittleren Entfernungsband verbessern.

Das Unternehmen beschreibt die Maßnahme als einen wesentlichen Bestandteil der Modernisierungsstrategie des US-Heeres, mit der Soldaten schnell kommerziell verfügbare unbemannte Systeme zur Verfügung gestellt bekommen und gleichzeitig die Entwicklung ihres künftigen Programms für die Aufklärung im mittleren Entfernungsband (MRR) vorantreiben sollen, mit der die nächste Generation taktischer unbemannter Flugsysteme für Verbände der Army definiert werden.

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Die Vector AI wurde nach Angaben von Quantum Systems im Anschluss an ein wettbewerbsorientiertes Bewertungsverfahren ausgewählt, bei dem die Flugleistung, die Integration der Nutzlast und die Interoperabilität mit neuen Softwarearchitekturen der U.S. Army geprüft wurden. Das Vorhaben spiegele das Bestreben der Army wider, schnell einsatzbewährte, kommerziell erhältliche Systeme bereitzustellen, die sich parallel zu künftigen Anforderungen weiterentwickeln können und gleichzeitig den Truppen an der taktischen Front sofortige Einsatzfähigkeit bieten, schreibt das Unternehmen.

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Dave Sharpin, CEO von Quantum-Systems Inc, wird zudem mit folgenden Worten zitiert: „Das heutige Gefechtsfeld erfordert unbemannte Systeme, die anpassungsfähig, widerstandsfähig und in realen Einsätzen bewährt sind. Die Vector-Plattform hat allein in der Ukraine mehr als 20.000 Betriebsflugstunden absolviert, wo der Einsatz dazu beigetragen hat, ihre Autonomie und Missionsanpassungsfähigkeit in umkämpften Umgebungen zu verfeinern. Ihre modulare Architektur und ihr offener Integrationsansatz stehen in direktem Einklang mit dem Bestreben der U.S. Army nach interoperablen, sich rasch weiterentwickelnden Fähigkeiten.“

Die Vector AI wurde Herstellerangaben zufolge für den Einsatz in umkämpften Umgebungen entwickelt und verfügt über Anti-Jamming-Funktionen sowie einen mehrschichtigen Navigationsstack für den Einsatz ohne GPS, um visuelle Navigations- und Präzisionszielerfassungsfunktionen zu unterstützen, die völlig unabhängig von GPS arbeiten. Die modulare, offene Architektur soll eine schnelle Integration von Nutzlasten und die Interoperabilität mit externen Systemen wie TAK und anderen Battle-Management-Systemen ermöglichen, sodass Einheiten Ziele erkennen, verfolgen und anvisieren können, während sie gleichzeitig das Lagebewusstsein im gesamten Einsatzgebiet aufrechterhalten.

Die Vector AI wurde erstmals im März 2025 vorgestellt. Ein überarbeitetes eVTOL-Stromversorgungssystem und ein fortschrittliches Energiemanagement ermöglichen mehr als drei Stunden ununterbrochenen Flug und damit eine längere ISR-Abdeckung mit weniger Systemwechseln. Zudem verfügt die AI-Variante der Vector über zwei „Jetson Orin“-Prozessoren von NVIDIA, die die On-Edge-KI-Fähigkeit der Drohne verdoppelt. So sind damit jetzt schon eine Objekterkennung in Echtzeit, eine automatische Zielverfolgung sowie adaptive Missionsausführung möglich, was die Arbeitsbelastung des Bedieners reduziert und die Effektivität der Mission erhöht. Dabei werden nach Aussage des Unternehmens nur 20 Prozent der Rechenkapazität benötigt. Die übrigen 80 Prozent der Kapazität sollen die Zukunfts- und Aufwuchsfähigkeit des Systems sicherstellen und die Integration neue Applikationen ermöglichen.

Waldemar Geiger