Baubeginn für neue dänische Umweltschutz- und Minenlegerboote

Thomas Lauge Nielsen

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Nach der Klärung und Beilegung der letzten noch offenen vertraglichen Fragen hat die dänische Beschaffungs- und Logistikorganisation für Verteidigung (DALO) bekannt gegeben, dass am 4. Februar 2026 ein Auftrag für neue Umweltschutz- und Minenlegerboote für die dänische Marine vergeben wurde. Darüber wurde am 1. Juli in einer Pressemitteilung und in Beiträgen in den sozialen Medien informiert.

In der Pressemitteilung wurde zudem bekannt gegeben, dass der Bau des ersten Bootes bereits begonnen hat; der erste Stahl für den Rumpf wurde am 10. Juni zugeschnitten.

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Diese Ankündigung folgt auf einen früheren Pressebericht vom 2. Oktober 2025, in dem ein Vertreter der dänischen Regierung bestätigte, dass der Auftrag für die neuen Boote an ein dänisches Konsortium unter der Führung von Karstensens Skibsværft (Karstensen-Werften) in Skagen, Nordjütland, vergeben werden sollte.

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Die Beschaffung der neuen Umweltschutz- und Minenlegerboote ist ein wichtiger Bestandteil des dänischen „Flottenplans“, der im April 2025 angekündigt wurde, hartpunkt berichtete. Die ursprüngliche Absicht, die im Plan beschrieben wurde, dass die Schiffe in Dänemark gebaut werden sollten, wurde nur teilweise umgesetzt. Das Konsortium, das den Zuschlag erhalten hat, besteht aus OSK Design A/S, Karstensens Skibsværft A/S und der Hvide Sande Shipyard. Die Rümpfe für die neuen Schiffe werden auf der Werft von Karstensens Skibsværft A/S in Danzig, Polen, gebaut. Sobald ein Rumpf fertiggestellt ist, wird er nach Hvide Sande in Dänemark transportiert, wo er vor der Indienststellung fertiggestellt und ausgerüstet wird.

Die vier neuen „militärischen Umweltschutzboote“ sollen in erster Linie die Umweltnotfallkapazitäten der dänischen Marine stärken – durch Umweltüberwachung sowie die Fähigkeit, Öl- und Chemikalienaustritte auf See zu erkennen, einzudämmen und zu beseitigen sowie andere Verschmutzungsvorfälle zu bekämpfen. Die Boote werden zudem an den allgemeinen Überwachungsaufgaben der Marine über und unter Wasser sowie an der Wahrung der Hoheitsrechte beteiligt sein und als Ausbildungsschiffe dienen.

Zusätzlich zu diesen, vorwiegend in Friedenszeiten anfallenden Aufgaben, werden die Schiffe auch zum Verlegen von Minen fähig sein. Die Fähigkeit, dänische Gewässer rasch zu verminen und dadurch den Schiffsverkehr zwischen der Ostsee und dem Nordatlantik einzuschränken, war während des Kalten Krieges eine Hauptaufgabe der dänischen Marine, und es scheint, dass diese Aufgabe nun wieder stärker in den Fokus rückt.

Die Boote werden in Zusammenarbeit zwischen dem Verteidigungsministerium und dem Ministerium für Resilienz und Vorsorge beschafft. Letzteres Ministerium ist zuständig für die „Verhinderung, Bewältigung und das Management von schweren Unfällen, Krisen, Katastrophen und anderen Vorfällen, die die grundlegenden Funktionen der Gesellschaft gefährden“. Die Boote werden von DALO beschafft und von der dänischen Marine bemannt, die beide dem Verteidigungsministerium unterstehen; bei Umweltschutzaufgaben operieren sie jedoch unter der Leitung des Ministeriums für Resilienz und Vorsorge.

Laut Flottillenadmiral Claus Lundholm Andersen, Leiter des DALO-Marineprogramms, werden die neuen Boote der Marine moderne Umweltschutzkapazitäten verschaffen, die sicherstellen, dass Dänemark Aufgaben im Bereich des Meeresumweltschutzes effektiv und im Einklang mit den Umweltabkommen, denen Dänemark beigetreten ist, bewältigen kann.

Die dänische Marine betreibt derzeit fünf Umweltschutzboote der Klassen „Miljø“ und „Seatruck“. Wie die übrigen Streitkräfte – nicht nur in Dänemark, sondern in ganz Europa – litten diese in den vergangenen Jahrzehnten unter Finanzierungsengpässen und gelten seit einiger Zeit sowohl hinsichtlich der Unterbringung der Besatzung als auch der Technologie als veraltet sowie als störanfällig und ausfallgefährdet. Daher werden die neuen Ersatzschiffe zweifellos willkommen sein.

Die neuen Boote sollen voraussichtlich Anfang 2029 ausgeliefert und einsatzbereit sein.

Thomas Lauge Nielsen