LORA –Deutschen Marine verschießt erstmals ballistische Raketen von der F125

Waldemar Geiger

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Die Deutsche Marine hat gestern Nacht im Nordatlantik erfolgreich mindestens zwei ballistische Raketen des Typs LORA (Long Range Attack) von der Fregatte „Sachsen-Anhalt“, einer Fregatte der Klasse 125, erfolgreich verschossen. Hersteller des aus einem Kanister gestarteten Waffensystems ist der israelische Rüstungskonzern Israel Aerospace Industries (IAI). Nach hartpunkt vorliegenden Informationen wurde das Innovationsvorhaben in Zusammenarbeit mit dem Innovationszentrum der Bundeswehr in Erding umgesetzt.

„Mit dem erfolgreichen Schuss einer ballistischen Rakete gestern Nacht im Nordatlantik haben wir Marinegeschichte geschrieben. Ich bin hochzufrieden mit dieser Leistung. Das System lässt sich erfolgreich von unseren Einheiten aus einsetzen und die mögliche Reichweite übersteigt alles, was wir bisher kannten. Zum Schutz Deutschlands und unserer Verbündeten stellt diese Erprobung ein neues Kapitel in Sachen Abschreckung und Verteidigungsbereitschaft auf See dar“, wird Vizeadmiral Jan Christian Kaack, Inspekteur Deutsche Marine, auf dem offiziellen WhatsApp-Kanal der Bundeswehr zitiert.

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In dem mitveröffentlichten Video sind zwei auf dem Flugdeck der „Sachsen-Anhalt“ aufgestellte LORA-Startkanister zu erkennen. Zudem ist zu erkennen, wie jeweils eine Rakete von jedem Startkanister verschossen wird. Die 5,2 Meter lange Rakete mit einem Durchmesser von 62,3 Zentimetern folgt einer quasiballistischen Flugbahn und wiegt 1,6 Tonnen.

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IAI beschreibt die LORA als ein wetterunabhängiges Boden-Boden-Artilleriewaffensystem mit großer Reichweite, das Präzision, Reichweite und Durchschlagskraft vereint. Die Rakete soll in der Lage sein, strategische Ziele tief im feindlichen Gebiet von mobilen oder maritimen Plattformen aus zu treffen. Die Reichweite der vom Boden oder vom Schiff aus gestarteten Variante wird offiziell mit 90 bis 430 Kilometern angegeben. Daneben gibt es auch eine luftgestützte Variante der LORA, die über eine höhere Reichweite verfügt.

Die LORA soll IAI zufolge über eine GNSS- und INS-basierte Navigationsarchitektur verfügen, die ein CEP von 10 Metern zulässt. Der CEP (Circular Error Probable bzw. Streukreisradius) ist ein Maß für die Treffgenauigkeit und Präzision von Waffensystemen und gibt den Radius eines Kreises um den beabsichtigten Zielpunkt an, in den statistisch genau 50 Prozent aller abgefeuerten Geschosse oder Raketen einschlagen.

„Die Rakete kann innerhalb weniger Minuten von nicht vorbereiteten Stellungen aus abgefeuert werden. Jedes Ziel, dessen Position innerhalb der Reichweite der Rakete bekannt ist, kann innerhalb von weniger als 10 Minuten nach der Entscheidung zum Abschuss angegriffen und zerstört werden“, beschreibt IAI die Fähigkeit der LORA auf der Unternehmenswebseite.

Waldemar Geiger