Die Aktionäre der DEUTZ AG haben auf der heutigen außerordentlichen Hauptversammlung mit einer Zustimmungsquote von 99,7 Prozent einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zugestimmt. Über diese soll der Anfang Juli 2026 vereinbarte und inzwischen vom Bundeskartellamt freigegebene Erwerb der FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH im Volumen von 1,6 Milliarden Euro teilfinanziert werden, schreibt DEUTZ in einer Mitteilung. Durch die Kapitalerhöhung sollen 600 Millionen Euro eingenommen werden.
DEUTZ CEO Sebastian Schulten wird mit der Aussage zitiert: „Mit FFG wird DEUTZ zu einem zentralen Akteur im Verteidigungsbereich. Das ist ein Meilenstein auf unserer Transformation zu einem breit aufgestellten Industrieunternehmen mit Lösungen für Energie, Mobilität, Verteidigung und einem starken Servicegeschäft. Die hohe Zustimmung der Aktionäre ist ein starkes Signal für die Fortsetzung unserer Strategie. Und für die Zukunftsfähigkeit von DEUTZ.“
FFG wird den Angaben zufolge künftig den Kern des DEUTZ-Defense-Geschäfts bilden, wobei alle Geschäftsbereiche von Synergien und neuen Marktzugängen profitieren sollen. Das Flensburger Unternehmen zählt zu den führenden europäischen Anbietern militärischer Land- und Spezialfahrzeuge, ist einer der wichtigsten Partner der Bundeswehr im Bereich Wartung und Instandhaltung sowie Lieferant für Streitkräfte in mehr als 15 Nationen.
Mit über 1.100 Mitarbeitenden an neun Standorten produziert, wartet und modernisiert FFG den Angaben zufolge militärische Rad- und Kettenfahrzeuge. Dazu zählen Berge- und Schützenpanzer, Mannschaftstransporter oder Spezialfahrzeuge. FFG entwickelt zudem eigene Plattformen und ist Fertigungspartner in multinationalen Rüstungsprogrammen der NATO.
2025 hat FFG laut Mitteilung einen Umsatz von rund 760 Millionen Euro erwirtschaftet und ist seit 2023 um rund 50 Prozent pro Jahr gewachsen; der Auftragsbestand liegt bei über 1,9 Milliarden Euro. Die Transaktion beschleunige das profitable Wachstum des DEUTZ-Konzerns deutlich und trage maßgeblich dazu bei, dass DEUTZ sein strategisches Umsatz- und Margenziel für 2030 von 4 Milliarden Euro bzw. 10 Prozent deutlich früher erreichen werde, heißt es in der Mitteilung. Allein FFG soll im nächsten Jahr einen Umsatz von deutlich über 1 Milliarde Euro erwirtschaften – bei einer Marge von über 20 Prozent.
Das Closing der Transaktion wird nach Erteilung noch ausstehender Freigaben Ende 2026 bis Anfang 2027 erwartet, wie es in der Mitteilung heißt. Daran anschließend wird den Planungen zufolge die beschlossene Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage erfolgen, im Zuge derer die FFG-Eigentümerfamilien mit bis zu 29,9 Prozent Ankeraktionär von DEUTZ werden.
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