Deep Strike: Großbritannien leitet neue europäische 50-Milliarden-Dollar-Initiative

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Großbritannien wird nach eigenen Angaben eine europäische Initiative anführen, um die Finanzierung von Fähigkeiten für Präzisionsschläge in großer Entfernung (Deep Precision Strike) in ganz Europa zu verstärken. Das teilte die britische Regierung heute während des Treffens der NATO-Staats- und Regierungschefs in Ankara mit.

Premierminister Keir Starmer werde heute auf dem Gipfel ein Dutzend europäischer Partner zusammenbringen, um die neue Initiative auf den Weg zu bringen. Dabei solle bekannt gegeben werden, dass die Bündnispartner in den nächsten zehn Jahren rund 50 Milliarden US-Dollar (etwa 44 Milliarden Euro) für die Entwicklung von Fähigkeiten für Präzisionsschläge auf große Entfernungen ausgeben werden, um die Verteidigung und Abschreckung im gesamten Bündnis zu stärken.

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Die Investitionen der europäischen Bündnispartner in Präzisionswaffen mit großer Reichweite werden der NATO den Angaben der britischen Regierung zufolge die modernsten Waffen mit der Fähigkeit zur Verfügung stellen, Ziele in einer Entfernung von mindestens 300 km und in einigen Fällen sogar über 2.000 km mit höchster Präzision zu treffen.

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Großbritannien hat demnach bereits britische Fähigkeiten für Präzisionsschläge auf große Entfernungen unterstützt und im Rahmen des Verteidigungsinvestitionsplans bis 2030 insgesamt 3 Milliarden Pfund zugesagt. Die neue Initiative werde es den europäischen Bündnispartnern ermöglichen, Fachwissen und technologische Fortschritte auszutauschen sowie die industrielle Zusammenarbeit zu vertiefen, um die Fähigkeiten der NATO rasch voranzubringen.

Das Vereinigte Königreich arbeitet bereits mit Partnern zusammen, um hochspezialisierte Fähigkeiten zu entwickeln, die den eigenen Streitkräften die Möglichkeit geben, Tausende von Kilometern von der Frontlinie entfernt zu verteidigen und abzuschrecken. Die neue vom Vereinigten Königreich geleitete Initiative werde es ermöglichen, die Zusammenarbeit zu intensivieren und die europäischen Bündnispartner zusammenzubringen, so die Mitteilung.Die ukrainischen Streitkräfte haben den Angaben zufolge bewiesen, dass der effektive Einsatz von Langstreckensystemen starke Auswirkungen auf dem Gefechtsfeld haben kann und den Streitkräften die Fähigkeit verleiht, feindliche Kräfte weit hinter der Frontlinie zu schwächen.

Die Investition des Vereinigten Königreichs in Höhe von 3 Milliarden Pfund in Langstreckenwaffen umfasst die britischen Programme mit Deutschland sowie das trilaterale Projekt mit Frankreich und Italien im Rahmen von „Stratus“. Im Rahmen des „Trinity House“-Abkommens arbeitet Großbritannien derzeit gemeinsam mit Deutschland an einem Programm für „Deep Precision Strike“, um sowohl Stealth- als auch Hyperschallwaffen mit einer Reichweite von mehr als 2000 km voranzutreiben.

Das System, das voraussichtlich in den 2030er Jahren in Dienst gestellt wird, soll zu den fortschrittlichsten Systemen gehören, die jemals im Vereinigten Königreich entwickelt wurden. Das Programm konzentriere sich zunächst auf bodengestützte Fähigkeiten, werde aber auch Luft- und Seestreitkräfte einbeziehen, um zusätzliche Abschreckung über große Entfernungen und operative Flexibilität zu gewährleisten. Das Vereinigte Königreich wird in den nächsten vier Jahren 770 Millionen Pfund in diese gemeinsame Fähigkeit investieren.

In Zusammenarbeit mit Frankreich und Italien entwickelt Großbritannien zudem den Nachfolger des kampferprobten „Storm Shadow“-Flugkörpers der nächsten Generation. Das als „Stratus“ bezeichnete trilaterale Projekt entwickelt sowohl Stealth- als auch Hochgeschwindigkeitsvarianten, die in der Lage sein werden, hochwertige Ziele auszuschalten, feindliche Schiffe zu zerstören und feindliche Luftabwehrsysteme zu unterdrücken. Großbritannien investiert in den nächsten vier Jahren 1,4 Milliarden Pfund in das Projekt. Das Stratus-Projekt sichert bereits mehr als 1.300 Arbeitsplätze in Großbritannien bei MBDA in Stevenage und Bolton.

Großbritannien beteiligt sich zudem gemeinsam mit den Vereinigten Staaten und Australien am „Precision Strike Missile“-Programm, um die britische Armee mit einem ballistischen Überschallflugkörper auszustatten, der Ziele in einer Entfernung von bis zu 500 km treffen kann.
lah