GlobalEye von Saab für die NATO: Deutschland will sich mit rund 3,4 Milliarden Euro am AWACS-Nachfolger beteiligen

Lars Hoffmann

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Auf dem NATO-Gipfel in Ankara hat Generalsekretär Mark Rutte bekanntgegeben, dass die NATO formelle Verhandlungen mit Saab über die Beschaffung von bis zu zehn GlobalEye Airborne Early Warning & Control (AEW&C) aufnehmen wird.

Bislang habe Saab noch keinen Vertrag unterzeichnet und auch keinen Auftrag im Zusammenhang mit dieser Ankündigung erhalten, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

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Die NATO habe den Bedarf erkannt, ihre bestehenden AEW&C-Kapazitäten zu ersetzen, als Teil umfassenderer Bemühungen zur Modernisierung und Stärkung der Überwachungs- und Lageerfassungskapazitäten des Bündnisses. Gegenwärtig nutzt die NATO sogenannte AWACS-Flugzeuge (Airborne Warning and Control System), die auf den Flugplatz Geilenkirchen stationiert sind.

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Nachdem sich die USA nicht mehr an der Finanzierung der AEW&C-Kapazitäten in Europa beteiligen wollen, gilt Deutschland als wichtiger Partner, der erhebliche Mittel dafür bereitstellt. So sind im gestern vom Kabinett verabschiedeten Entwurf des Haushalts 2027 Verpflichtungsermächtigungen für den Zeitraum 2028 bis 2034 für die Beschaffung von Nachfolgemustern der gegenwärtig genutzten AWACS-Maschinen E3A von Boeing in Höhe von rund 3 Milliarden Euro hinterlegt. Dazu kommen projektierte Ausgaben für die Jahre 2026 und 2027 von fast 400 Millionen Euro.

GlobalEye wird es dem Bündnis nach Angaben von Saab ermöglichen, riesige Land-, See- und Lufträume zu überwachen. GlobalEye kombiniert das Erieye Extended Range Radar von Saab mit einer modernen Sensorsuite und einem dimensionsübergreifenden Führungs- und Leitsystem (C2) auf einem Flugzeug vom Typ Bombardier Global 6500.

Als AEW&C-System biete GlobalEye Fernerkundung mit hohen Aktualisierungsraten und sei in der Lage, schwer erkennbare und getarnte Bedrohungen sowie Drohnen, ballistische und Hyperschallraketen zu identifizieren – selbst in komplexen Umgebungen, die durch starke Störsignale und elektronische Störmaßnahmen gekennzeichnet seien, schreibt Saab. Das Unternehmen werde nun formelle Verhandlungen mit der NATO-Agentur für Unterstützung und Beschaffung (NSPA) aufnehmen, um einen Auftrag zu sichern.

Lars Hoffmann