Das in den Niederlanden gelistete Verteidigungsunternehmen Destinus hat nach eigenen Angaben wichtige Flugtests seines Mini-Marschflugkörpers „Ruta Block 2“ erfolgreich abgeschlossen. Der Test habe die Startarchitektur der nächsten Generation validiert und die Leistungsfähigkeit zweier entscheidender Schlüsseltechnologien bestätigt: eine Inline-Booster-Konfiguration sowie faltbare Tragflächen und Steuerflächen, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Bordaufnahmen haben demnach den erfolgreichen Ausklappvorgang der Flügel während der Start- und Übergangssequenz bestätigt.
Die Architektur von „Ruta Block 2“ biete eine direkte Antwort auf die operative Herausforderung, leistungsstarke Präzisionsangriffswaffen schnell, flexibel und in großem Maßstab in unterschiedlichen Konfliktumgebungen einzusetzen, schreibt Destinus.
Während Systeme der vorherigen Generation offene Abschussplattformen und vorab montierte Flügel erforderten, kann Ruta Block 2 laut Hersteller in versiegelten, containerisierten Modulen transportiert, gelagert und gestartet werden. Dies führe direkt zu schnelleren Einsatzzeiten, einem reduzierten logistischen Aufwand und der Möglichkeit, von einer breiteren Palette von Plattformen aus zu operieren.
Ruta Block 2 baue auf der bereits von seinem Vorgänger, Ruta Block 1, etablierten Fähigkeiten auf und liefert Destinus Leistungsdaten aus der Praxis sowie industrielles Know-how. Laut Destinus hat Ruta Block 1 bereits seine operative Relevanz unter Beweis gestellt und befindet sich in Serienproduktion in bedeutendem Umfang erreicht. Die aktuelle Architektur des Marschflugkörpers nutzt vor dem Start angebrachte Flügel, zwei seitlich montierte Booster und den Start von einer offenen Plattform.
Destinus und der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall wollen in der zweiten Jahreshälft in Unterlüß das Joint Venture „Rheinmetall Destinus Strike Systems“ gründen. Dieses werde fortschrittliche Flugkörpersysteme herstellen, vermarkten und liefern, teilte Rheinmetall kürzlich mit. Wie Rheinmetall-CEO Armin Papperger vor wenigen Tagen bei einer Podiumsdiskussion auf der Hannover-Messe sagte, plant sein Unternehmen neben der bestehenden Munitionsfabrik für Artilleriemunition in Unterlüß ein zweites Werk für die Herstellung von Marschflukörpern zu errichten.
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