Der deutsche Drohnenspezialist Quantum Systems gründet mit der Quantum Systems Japan K.K. eine eigene japanische Tochtergesellschaft und eröffnet ein Büro in Tokio. Damit wolle das Unternehmen den nächsten Schritt zur Etablierung einer dauerhaften industriellen Präsenz in Japan gehen, heißt es in einer Mitteilung von Quantum Systems. Die Expansion wurde im Rahmen des Japan-Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz bekannt gegeben.
Außerdem will Quantum Systems seine bestehenden Beziehungen zu Mitsubishi Chemical und Panasonic erweitern und hat dazu Absichtserklärungen (Memoranda of Understanding, MoUs) unterzeichnet, um die industrielle Zusammenarbeit mit den Partnern zu vertiefen. Die Partnerschaften verbänden die Fertigungskompetenz der japanischen Industrie mit der Erfahrung von Quantum Systems in der Entwicklung und Produktion unbemannter Systeme, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Damit stärke das Unternehmen die Nähe zu japanischen Kunden, erschließe zusätzliche Möglichkeiten der industriellen Zusammenarbeit und trage zum Aufbau resilienter lokaler Lieferketten bei.
Angesichts der sich verändernden Sicherheitslage in Japan wachse der Bedarf an unbemannten Systemen, die sich flexibel einsetzen, warten und an operative Anforderungen anpassen lassen, schreibt Quantum Systems. Der Aufbau lokaler industrieller Kapazitäten sei eine Voraussetzung dafür, diesen Bedarf zu decken, die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten zu reduzieren und den langfristigen Zugang zu Verteidigungstechnologien sicherzustellen. Eine zentrale Rolle bei der Zusammenarbeit soll die Softwareplattform MOSAIC UXS spielen, die die dimensionsübergreifende Koordination unbemannter Systeme ermöglicht.
„Japans Verteidigungsanforderungen verändern sich. Unbemannte Systeme werden künftig eine immer wichtigere Rolle in den japanischen Selbstverteidigungsstreitkräften spielen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um die Beschaffung einzelner Plattformen, sondern darum, unterschiedliche Systeme über alle Einsatzdomänen hinweg miteinander zu vernetzen. Wir wollen gemeinsam mit unseren japanischen Partnern operative Fähigkeitslücken identifizieren und diese mit integrierten, einsatzbereiten Lösungen schließen“, so Martin Karkour, Chief Revenue Officer von Quantum Systems.
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