Schaeffler und Spire Global aus den USA wollen bei Raumfahrttechnologien kooperieren

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Die Schaeffler AG, ein deutscher Automobilzulieferer, und Spire Global, ein führender Anbieter für Satellitendaten, -analysen und -aufklärung aus den USA, haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, um Subsysteme für Raumfahrthardware, Satellitenplattformen sowie fortschrittliche Hochfrequenz- und Umweltsensorik zu entwickeln.

Wie Schaeffler bereits vergangene Woche mitteilte, soll die  Partnerschaft Präzisionstechnik- und Fertigungs-Know-how von Schaeffler mit der Expertise bei Satellitenplattformen und den umfangreichen Erfahrungen im Luft- und Raumfahrtbereich von Spire verbinden, um einen neuen Standard für die europäische Raumfahrtindustrie zu schaffen.

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Die Unternehmen beabsichtigen laut Mitteilung, bis zum Ende dieses Jahrzehnts ein eigenständiges europäisches Geschäftsfeld für Hardware und Missionen im Raumfahrtbereich aufzubauen – in großem Maßstab einsetzbar für Missionen in den Bereichen Verteidigung, Wetter, zivile Sicherheit und kritische Infrastruktur.

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Am Montag hatte Schaeffler darüber informiert, dass Celia Pelaz zum 1. Oktober CEO „Defence & New Space“ wird und in dieser Funktion die Leitung der Geschäftsführung der STech Defence GmbH übernimmt. Die STech Defence GmbH wurde Ende des Jahres 2025 als eigenständige Tochtergesellschaft der Schaeffler AG gegründet und soll sich zukünftig auf die Bereiche Verteidigung und New Space fokussieren.

Die Zusammenarbeit zwischen Schaeffler und Spire werde sich zunächst auf die Sicherung und Skalierung von Lieferketten für kritische Subsysteme von Satelliten konzentrieren, heißt es in der Mitteilung. Parallel dazu wollen die Unternehmen Wege zur Industrialisierung von Satellitenbussen für eigenständige Konstellationsprogramme prüfen, wobei Schaeffler federführend bei der Skalierung der Präzisionsfertigung sei und Spire Plattformarchitektur, Bordsoftware und operatives Know-how beisteuere.

Schaeffler hat die Bereiche Raumfahrt und Verteidigung nach eigenen Angaben im Rahmen seiner „Strategic Ambition 2035“ als strategische Wachstumsfelder definiert. Seit 2013 habe Spire mehr als 240 Satelliten im Rahmen von über 40 Raketenstarts entwickelt, gebaut und ins All gebracht. Spire verfüge derzeit über Kapazitäten zur Fertigung von 300 bis 400 Satelliten pro Jahr an Standorten in den Vereinigten Staaten und Europa. Diese Fertigungskapazitäten auf zwei Kontinenten seien ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen kommerziellen Anbietern für Satellitendaten, -analysen und -aufklärung.

Die Zusammenarbeit zielt laut Mitteilung darauf ab, den Einstieg von Schaeffler in den Raumfahrtsektor zu beschleunigen und gleichzeitig das Engagement von Spire in Deutschland zu festigen. Im Mai 2025 habe Spire eine Produktionsstätte für Satelliten in München eröffnet – auf dieser Grundlage baue Spire durch die Zusammenarbeit mit Schaeffler seine europäische Produktionspräsenz aus und erhalte Zugang zu nationalen Rüstungskunden und staatlichen Auftraggebern auf dem gesamten Kontinent.
lah