Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner heutigen Sitzung die 25-Mio-Vorlage für den Abruf von 1.744 weiteren Geländefahrzeugen des Typs Wolf 2 aus einem bestehenden Rahmenvertrag mit Mercedes-Benz im Wert von rund 380 Millionen Euro gebilligt. Dies bestätigten gut unterrichtete Kreise gegenüber hartpunkt. Der Verteidigungsausschuss hatte dem Vorhaben bereits am Vormittag zugestimmt.
Das Bundeswehr-Beschaffungsamt BAAINBw hat mit Mercedes-Benz im Juli 2024 eine Rahmenvereinbarung über die Lieferung des Nachfolgers des Geländewagens Wolf geschlossen. Bis 2023 können daraus bis zu 5.800 Wolf 2 beschafft werden, 1.500 davon sind bereits abgerufen worden. Im November 2024 wurden insgesamt 5 Nachweismuster des Wolf 2 für Erprobungszwecke geliefert. Die Erprobung wurde dem Vernehmen nach im Oktober abgeschlossen, so dass derzeit die Auslieferung der ersten Serienfahrzeuge erfolgt.
Nach Angaben der Bundeswehr laufen wöchentlich bis zu 30 Fahrzeuge den Bundeswehr-Depots zu, aus denen die Einsteuerung für den Einbau der Führungsausstattung erfolgt. Es wird erwartet, dass die ersten Fahrzeuge im Frühjahr 2026 an die Truppe übergeben werden.
Der Wolf 2 basiert auf dem Mercedes-Benz G-Klasse-Modell der Baureihe 464 und ist den Angaben des BAAINBw zufolge ebenfalls hochgeländegängig und für den Transport von bis zu vier Soldaten mit kompletter persönlicher Ausstattung und Bewaffnung in den Varianten Führungsfahrzeug und Feldjägerfahrzeug ausgelegt. Die zulässige Gesamtmasse des Wolf 2 beträgt 4,5 Tonnen, wovon 1,2 Tonnen als Nutzlast zur Verfügung stehen. Der Wolf 2 erreicht auf der Straße eine Höchstgeschwindigkeit von über 100 km/h. Angetrieben wird er von einem 183 kW starken Dieselmotor (EuroNorm III) mit Automatikgetriebe.
Die funktionale Ausstattung mit modernen Führungsmitteln wurde demnach von Beginn an berücksichtigt. Daher seien die Fahrzeuge bei Auslieferung auch bereits zur Aufnahme der Funk- und Führungsausstattung D-LBO vorbereitet.
Waldemar Geiger















